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Deutschland verdoppelt finanzielle Hilfe für Holocaust- Überlebende

BERLIN. Deutschland verdoppelt nach Angaben der „Conference on Jewish Material Claims Against Germany“ seine finanzielle Unterstützung für die häusliche Pflege von Holocaust-Überlebenden. Laut der Organisation habe man sich mit der Bundesregierung geeinigt, die Zahlungen im kommenden Jahr auf 110 Millionen Euro zu erhöhen. Dies sei die doppelte Summe dessen, was die Claims Conference 2010 ausverhandelt habe und der größte jemals erzielte Einzelbetrag für die häusliche Pflege von Holocaust- Opfern.Der Chef-Unterhändler der Claims Conference, Stuart Eizenstat, gratulierte der deutschen Regierung dafür, „daß sie ihre historische Verantwortung gegenüber jüdischen Holocaust-Überlebenden anerkennt“.

„Überlebende vor Pflegeheimen bewahren“
Laut dem stellvertretende Präsident der Claims Conference, Greg Schneider, sei es „besonders wichtig, alternde Überlebende vor Pflegeheimen zu bewahren, weil dies dazu führen könnte, daß sie die Geschehnisse von vor 70 Jahren erneut durchleben, als sie aus ihrem Zuhause vertrieben und in Lager gezwängt wurden“.Die Claims Conference war erst kürzlich von einem Skandal erschüttert worden. Mitarbeiter hatten rund 30 Millionen Euro veruntreut und sie sich mit gefälschten Anträgen deutsche Entschädigungszahlungen erschlichen. 

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